Unsere Lieblingsunterkünfte – Fränkische Schweiz Teil I – Zur Behringersmühle

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah.“ Meister Goethe bringt auf den Punkt, was wir als Guidingunternehmen für uns erkannt haben und zukünftig noch bewusster umsetzen werden. Auch unsere „Neigschmeckten“ im Team haben eine innige Leidenschaft für die Landschaft, Kultur und auch die Menschen „Ihrer Regionen“ entwickelt. Wir sind nicht nur Fahrtechniktrainer und Guides – wir sind auch Gastgeber und Botschafter unserer schönen Heimat.

Da suchen wir uns Gastgeber, bei denen wir uns wohlfühlen und bei denen wir gerne mit unseren Gästen einkehren. Immer wieder, weil es einfach passt. Und weil für uns nicht „Günstig“ und „Bikegarage vorhanden“ die Auswahlkriterien sind, sondern Gastgeber, die mit Herz bei der Sache sind. Die möchten wir euch gerne in unserer Blog-Serie vorstellen.

Text & Bild Yvonne Eder

Fränkische Schweiz, Bayerischer Wald, Fichtelgebirge sind Mittelgebirge direkt vor unserer Haustüre. In denen wir uns bestens auskennen. In denen wir versteckte Pfade, tolle Einkehrmöglichkeiten und sympathische Gastgeber gefunden haben. Regionalität, Qualität und Professionalität sind Leitlinien, denen wir uns verbunden fühlen.

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Gasthof Zur Behringersmühle

Behringersmühle liegt im Herzen des Wiesenttals und ist damit idealer Ausgangs-bzw. Ankunftsort für unsere Trail-Camps. Die von Behringersmühle abgehenden Flusstäler der Wiesent und der Püttlach bieten verschiedenste Möglichkeiten zur Gestaltung der Touren. Nur die Aufstiege bleiben von der Charakteristik gleich- steil, dafür aber nicht allzu lang. Die aus dem Ahorntal nach Süden fließendes Wiesent trifft hier auf die Püttlach, die von Osten kommend das Püttlachtal durchfließt, vorbei an imposanten Felstürmen, Burgen  saftiggrüne Wiesen.

Wilma, die gute Seeles des Hauses und ehemalige Chefin empfängt uns mit einem „Hallöchen“. Sie ist keine Urfränkin, wie man bei einer Wirtin mitten in der Fränkischen Schweiz vermuten könnte, aber sie wohnt schon seit vielen Jahren in der Region. Für ein Schwätzchen ist sie immer zu haben und berichtet begeistert von Zeiten, in denen die Fränkische eine DER Top-Ausflugsregionen war. Hochglanzpostkarten erzählen noch von den guten alten Zeiten.
In der Fränkischen kann man schon einmal den Eindruck gewinnen, dass in vielen Gasthöfen die Zeit stehen geblieben ist. „Eiche rustikal“  ist der dominierende Einrichtungsstil und die Küche beschränkt sich auf Klassiker, bei denen „Schäuferla mit Kloß und Soß“ (für unter 10€, das gehört sich so…) nicht fehlen darf.
Der „Gasthof Behringersmühle“ ist mit der Zeit gegangen. Das junge Wirtspaar Birgit und Holger Hobuß hat das Haus renoviert und investiert konsequent weiter in die Verschönerung und Modernisierung des Hauses. Und natürlich steht auch hier auf der Speisekarte fränkische Küche  – aber mit Niveau und Zutaten aus der Region.  Schließlich hat der Chef und Küchenmeister im Restaurant Eichhalde in Freiburg gekocht, einer  renommierten Adresse, die auch über die Grenzen der Breisgaumetropole hinaus bekannt ist.  Da kann es durchaus vorkommen, dass plötzlich die gesamte hungrige Biketruppe zu Vegetariern mutiert, wenn Holger Spinatknödel in zerlassener Butter mit Walnüssen auf den Tisch zaubert, wie wir sie sonst nur aus Südtirol kennen. Bis es mit der wohlverdienten Stärkung losgeht, genießen wir ein kühles fränkisches Bier auf der idyllischen Terrasse. Das Bier wird von Held-Bräu aus Oberailsfeld, zwei  Dörfer weiter geliefert. Und da die Fränkische nicht nur eine der höchsten Brauerei- sondern auch Brennereidichten hat, lassen wir den Abend mit einer fränkischen Schnapsspezialität ausklingen. Oder zweien, weil die Auswahl so verlockend ist.

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